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Was passierte mit dem Gartner DLP Magic Quadrant?

Veröffentlicht am:

Autor:

Selina Koenig

Was passierte mit dem Gartner DLP Magic Quadrant?

Gartners Magic Quadrant (MQ) ist eine Institution. Jedes Jahr veröffentlicht die IT-Beratungsfirma eine Reihe von Marktforschungsschriften, in denen Richtung, Reife und Teilnehmer eines Marktes innerhalb verschiedener Marktsegmente skizziert werden. Anbieter warten gespannt auf die Veröffentlichung, da sie darin eine unabhängige Bewertung erhalten. Kunden dient sie als Leitfaden, wenn sie strategische Kaufentscheidungen treffen.

2018 fehlte allerdings ein regelmäßiger MQ: Der Magic Quadrant for Enterprise Data Loss Prevention (DLP). Was ist damit passiert?

Die kurze Erklärung lautet: Gartner hat den DLP MQ in den Ruhestand geschickt. Ab 2018 wird der Markt für Enterprise Data Loss Prevention stattdessen von einem Market Guide abgedeckt.

Die längere Version lautet wie folgt: Der Markt für Enterprise DLP ist so weit gereift, dass Gartner nur noch geringe Bewegung bei den in der 2x2-Matrix vertretenen Unternehmen beobachtete, die Marktteilnehmer nach der Vollständigkeit ihrer Vision und der Ausführungsfähigkeit einstuft. Durch Akquisitionen, die den Markt konsolidierten, und Marktabgänge blieb der MQ unverändert.

Zudem beobachtete Gartner eine Verschiebung bei den Marktanforderungen zugunsten integrierter DLP-Lösungen. Enterprise DLP-Lösungen decken Datenschutzanwendungsfälle über alle Kanäle hinweg ab – am Endgerät, in Bewegung und im Ruhezustand – mit erweitertem Funktionsumfang und einer einheitlichen Verwaltungsplattform. Integrierte DLP hingegen enthält Funktionen für Data Loss Prevention als Teil eines anderen Sicherheitsprodukts, wie zum Beispiel eines Secure Web Gateway (SWG) oder eines Cloud Access Security Broker (CASB).

Enterprise DLP-Lösungen sind berüchtigt dafür, zu komplex und kostspielig zu sein. Organisationen, die Enterprise DLP erwerben, nutzen oft nur einen kleinen Teil der Funktionen und gehen nur elementare Anwendungsfälle an, die auch mit einer integrierten DLP-Lösung zu bewältigen sind, die der Organisation die kostspielige, zeitaufwändige Einrichtung und Integration erspart hätte.

Gartner schätzt, dass „bis 2021 90% aller Organisationen mindestens eine Form von integrierter DLP implementiert haben, eine Steigerung von 50% im Vergleich zu heute“,1 und dass diese Produkte im folgenden Jahr im Gegensatz zu Enterprise DLP die überwiegende Mehrheit des Marktumsatzes von DLP ausmachen werden.2

Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich Enterprise und integrierte DLP gegenseitig ausschließen. Organisationen mit einem hohen Bedarf an einheitlichen Workflows über alle Kanäle hinweg sollten weiterhin Enterprise DLP einsetzen. Und diejenigen, die bereits in solche Produkte investiert haben, sollten mit ihrer vorhandenen Infrastruktur arbeiten. Dennoch sollte jede Organisation die Ergänzung von integrierter DLP in Betracht ziehen, um weitere Anwendungsfälle einzubeziehen und die Lücken in ihrer bestehenden Datenschutzstrategie zu schließen.

Beispielsweise kann eine Organisation, die die Plattform von Zscaler als Ersatz für ein herkömmliches Secure Web Gateway verwendet und am Endgerät einen DLP von Symantec oder Forcepoint einsetzt, zur Überprüfung der Datenbewegung problemlos Cloud DLP von Zscaler ergänzen. Dies ermöglicht Einblicke in verschlüsselten Traffic und schützt Benutzer beim Roaming durch elastisch skalierbare Inline-Überprüfung – ohne Kapazitätseinschränkung oder Leistungsabstriche.

Wenn Sie weitere Informationen zur integrierten Cloud-DLP-Lösung von Zscaler wünschen und erfahren möchten, wie Sie damit Lücken in Ihrer Datenschutzstrategie schließen können, lesen Sie unser E-Book.

1. Wie man zwischen Enterprise DLP und integrierten DLP-Ansätzen wählt.

2. Magic Quadrant for Enterprise Data Loss Prevention

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Selina Koenig ist Product Marketing Manager bei Zscaler.



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