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Ist dies das Ende des Büros, wie wir es kennen?

Veröffentlicht am:

Autor:

Nathan Howe

Ist dies das Ende des Büros, wie wir es kennen?

2020 hat ziemlich ruppig begonnen. Aber als Optimist hoffe ich auf das Beste.

Wir lernen, dass die alte „Routine“ der Büroarbeit möglicherweise nicht der beste Plan für die Zukunft ist. Insbesondere sollten wir vielleicht das gesamte Konzept des „Büros“ als Unternehmenszentrum überdenken. Remote-Arbeit kann die Business Continuity gewährleisten. Diese Krise könnte zeigen, dass ein physisches Bürogebäude der Vergangenheit angehört.

Ich habe bereits im Februar einige dieser Herausforderungen angesprochen. Das Verbinden von Menschen mit Informationen ist für die meisten Geschäftsabläufe von entscheidender Bedeutung. In Krisenzeiten ist das Absichern und Unterstützen von Remote-Arbeit wichtiger denn je. Dank der Technologie können wir von überall und auf jedem Gerät arbeiten. Wir sehen auf breiter Front eine konzentrierte Verlagerung in Richtung des Remote-Modells, die von der Notwendigkeit und von Organisationen vorangetrieben wird, die potenzielle Vorteile nutzen möchten. Während viele Mitarbeiter das Homeoffice bereits als normalen Vorteil des modernen Arbeitsplatzes betrachten, brauchen wir noch immer einen kulturellen Wandel hinsichtlich der Art und Weise, wie Unternehmen Remote-Arbeit angehen.
 

Von überall aus arbeiten

Arbeit von Zuhause

Mobiles Arbeiten verlangt ein Umdenken von Unternehmen und Mitarbeitern. Zwei wesentliche Veränderungen werden sich auf die Menschen auswirken: persönliche und gemeinschaftliche Interaktion sowie die Sicherheit.

Persönliche und gemeinschaftliche Interaktion

Einige glauben, dass Remote-Arbeit die Unternehmenskultur zerstören wird. Ich höre oft: „Im Büro zu sein ist der Schlüssel zur Zusammenarbeit und zur Förderung der Kultur“. oder „Ich komme gerne ins Büro, um Leute zu treffen“.

Diese Bedenken sind berechtigt, aber fehl am Platz. Als ich in einem Büro in Australien arbeitete, beendeten wir den Arbeitstag gewöhnlich mit ein paar Bier. Ich mochte den sozialen Aspekt der Arbeit und die Kultur, mich mit meinen Büronachbarn zu unterhalten. Aber letztendlich förderte nichts davon meine Arbeitseffektivität. Viele glauben, dass effektives Arbeiten auf Zusammenarbeit beruht – und das ist richtig. Kultur entwickelt sich jedoch durch solide Unternehmensgrundsätze, die von den Mitarbeitern akzeptiert werden. Man kann aus der Ferne ebenso gut interagieren und diese Prinzipien umsetzen wie im Büro – insbesondere wenn hervorragende Kollaborations-Tools wie O365, Slack, Zoom und andere eingesetzt werden.

Es gibt in jedem Unternehmen, selbst im traditionellsten, mobile Mitarbeiter. Wer behauptet, dass Kultur und Kollaboration nur durch persönlichen Kontakt möglich sind, ignoriert den Beitrag von Remote-Mitarbeitern und schließt sie vom Prozess aus.

Security-Übersicht

Ich höre häufig, dass Mitarbeiter „sicher“ sein müssen. Es gibt zwei Aspekte der Sicherheit: einen physischen und einen technischen.

Physische Sicherheit – Wenn Sie im Büro arbeiten, stellt Ihr Unternehmen eine „sichere“ Umgebung bereit: Es regelt den Gebäudezugang, das Klima, die Verpflegung, die Sitzplätze usw. Eine sichere und komfortable Arbeitsumgebung ist zwar wichtig, aber sie beinhaltet auch Reibereien mit Kollegen, die anderer Meinung sind. Und wie wir in den letzten Wochen erfahren haben, ist die „Sicherheit“ des Büros etwas illusorisch. Darüber hinaus trägt das Unternehmen das Risiko, die physische Sicherheit aufrechtzuerhalten und zu kontrollieren.

Working from home allows me to control my working conditions exactly as I would like to have them — in my pajamas if I choose. Control over my own environment keeps me motivated and effective when working. It also removes people from risk in a crisis where it is undesirable to have people grouped together.

Technische Sicherheit – Das Unternehmen stellt Ihnen auch Tools und Services zur Verfügung, die Sie zur Arbeitserledigung benötigen. Es sichert (hoffentlich) den Zugriff auf Ihre Informationen und Dienste wie E-Mail, File-Sharing, Anwendungen, Internet usw.

Wie schützen Sie außerhalb des Büros Ihre Technologie und Tools? Üblicherweise erfolgt dies über virtuelle private Netzwerke (VPNs), die den Traffic zum Unternehmensnetzwerk (im Büro) zurückleiten, sodass Sie die dortigen Kontrollen nutzen und auf die benötigten Dienste zugreifen können. VPNs sind jedoch häufig langsam, nicht unbedingt narrensicher und nicht gut skalierbar (wie einige Unternehmen bei erhöhtem Remote Access feststellen). Das Backhauling von Traffic über MPLS zu Rechenzentren ist teuer, und diese Verbindungen werden schnell überlastet, wenn sich Ihr gesamter interner Traffic plötzlich außerhalb Ihres Netzwerks bewegt. Darunter kann die Leistung von kollaborativen Tools leiden.
 

Was wir ansteuern: Remote-Arbeit, Zero-Trust-Richtlinien und SASE

Da sich Mitarbeiter und Anwendungen nun außerhalb des Büros befinden, sollten Unternehmen zwei Schlüsselmodelle zum Schutz der Remote-Arbeit einführen: Secure Access Service Edge (SASE) und Zero Trust.

Beim alten Modell (über 30 Jahre alt) schützte ein sicherer Perimeter das Rechenzentrum und schirmte Applikationen und Daten gegen externe Bedrohungen ab. Da Anwendungen in die Cloud wechseln, das Internet of Things (IoT) immer beliebter wird und Benutzer von überall aus Verbindungen herstellen, ist das Modell der Perimetersicherheit nicht mehr vertretbar. Das veraltete Modell der Festung-und-Burggraben-Sicherheit erhöht Komplexität und Kosten und ist alles andere als sicher. Wie errichten Sie ein Perimeter rund um Daten außerhalb Ihres Unternehmensnetzwerks?

Secure Access Service Edge (SASE), ein 2019 von Gartner definierter neuer Sicherheitsmarktbereich, befasst sich speziell mit der neuen Sicherheitsrealtität von Cloud-First-Unternehmen. SASE sichert den Traffic zwischen Benutzer und Anwendung – es ist der Weg und nicht das Ziel, was am meisten zählt. Mit dem SASE-Modell der lokalen Internet-Breakouts können digitale Unternehmen unabhängig vom Standort des Benutzers jederzeit Sicherheit gewährleisten – ohne komplexe und teure Stapel von Hardware-Sicherheitsgeräten, die ständig gewartet und aktualisiert werden müssen.

Zero Trust ist ein weiteres Best-Practice-Modell für die Verbindung von Benutzern mit Anwendungen und Daten. Zero Trust bietet ein einheitliches, einfaches Zugangsmodell – unabhängig davon, wo sich Benutzer befinden und worauf sie zugreifen möchten. Angesichts der Tatsache, dass Mitarbeiter schnell in Remote-Umgebungen wechseln, ist dies für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Mithilfe von Zero-Trust-Prinzipien können Unternehmen isolieren und segmentieren, wer auf was zugreifen darf. Das heißt, es gibt keine freigegebenen Bereiche mehr, da jeder Zugriff vor der Aktivierung validiert werden muss. Verbindungen sind vorübergehend: Benutzer und Anwendungen werden nur für bestimmte Kommunikation und nicht darüber hinausgehend verbunden.

SASE- und Zero-Trust-Modelle beruhen auf direkter Konnektivität. Sie bieten schnelle und sichere Pfade für den Zugriff auf Anwendungen, ohne dass Sie befürchten müssen, in ein Netzwerk zurückgedrängt zu werden. Sie können WLAN, 4/5G, eine LTE-Verbindung oder was auch immer verwenden.
 

Zscaler kennt SASE und Zero Trust

Zscaler ist seit mehr als einem Jahrzehnt Vorreiter dieses Ansatzes. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Mitarbeiter schnell auf einen sicheren Remote Access umzustellen, der Sicherheit und Anwendungsleistung optimiert.


Nathan Howe ist ZPA Principal Architect bei Zscaler



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